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Erwachsene

Im Folgenden sind einige absolute und relative Kontraindikationen aufgeführt.

Für Fragen oder bei Unklarheiten stehe ich Ihnen gerne persönlich unter der

Nummer: 077 458 32 73

oder via E-Mail an info@hsdr.ch zur Verfügung.

 

Absolute Kontraindikationen
Hier besteht eine unmittelbare Gefahr für den Klienten. Eine Hypnotherapie/hypnosystemisches Coaching wäre unverantwortlich und potenziell schädlich.

 

Akute Psychosen & Paranoia
 Grund: Die Psychose ist durch einen Verlust des Realitätsbezugs gekennzeichnet. Hypnose arbeitet mit einer Veränderung der Realitätswahrnehmung. Die Anwendung von Hypnose würde die psychotischen Symptome (Wahn, Halluzinationen) unkontrollierbar verstärken, die Grenzen zwischen Innen und Außen weiter auflösen und den Klienten massiv destabilisieren. Dies gilt für alle Formen der akuten Psychose, egal ob endogen (z. B. Schizophrenie) oder exogen (organisch bedingt).

 

Akute Suizidalität
Grund: Dies ist ein psychiatrischer Notfall. Die unmittelbare Sicherung des Lebens hat oberste Priorität. Ein Hypnosetherapeut/hypnosystemischer Trainer ist in der Regel nicht für eine akute Krisenintervention bei Suizidalität ausgebildet oder ausgerüstet.

 

Schwere Persönlichkeitsstörungen (z. B. Borderline)
Grund: Klienten mit diesen Störungen haben oft Schwierigkeiten mit der Emotionsregulation und instabile Ich-Strukturen. Eine aufdeckende Hypnose kann zu einer schweren emotionalen Destabilisierung führen. Die Arbeit mit schweren Persönlichkeitsstörungen erfordert eine spezielle psychotherapeutische Ausbildung. Da dies außerhalb meiner fachlichen Spezialisierung liegt, stellt dies für mich eine absolute Kontraindikation dar.

 

Relative Kontraindikationen
Hier kann Hypnose potenziell sehr hilfreich sein.

 

Epilepsie
Grund: Die veränderten Hirnwellenmuster in tiefen Trancen könnten theoretisch die Anfallsschwelle senken. Jedoch ist Stress ein häufiger Auslöser für epileptische Anfälle. Da Hypnose eine der effektivsten Methoden zur Stressreduktion ist, wird sie oft erfolgreich zur Reduzierung der Anfallshäufigkeit eingesetzt. Eine schriftliche Unbedenklichkeitsbescheinigung des behandelnden Neurologen ist unerlässlich.

Herz-Kreislauf-Probleme (inkl. Hypotonie und Hypertonie)
Grund: Wie bereits erwähnt, können aufdeckende, emotional stark aktivierende Methoden, welche zu plötzlichen, intensiven emotionalen Freisetzungen (Abreaktionen) führen, potenziell gefährlich sein. Bei Hypotonie (niedriger Blutdruck) wiederum kann tiefe Entspannung den Blutdruck weiter senken, was zu Schwindel oder Kreislaufkollaps führen kann. Eine ärztliche Freigabe ist zwingend notwendig.

Schwangerschaft
Grund: Vorsicht ist im ersten Trimester geboten, da dies eine sensible Phase der Organentwicklung ist. Generell sollte während der Schwangerschaft keine aufdeckende oder konfrontative Therapie durchgeführt werden, um emotionalen Stress zu vermeiden. Aber: Hypnose ist eine extrem wirksame und populäre Methode zur Geburtsvorbereitung (Hypnobirthing), zur Linderung von Schwangerschaftsübelkeit und zur Reduktion von Ängsten.

Intellektuelle Beeinträchtigung
Grund: Die Fähigkeit, Anweisungen zu verstehen und sich zu konzentrieren, ist für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwingend notwendig. Der Grad der Beeinträchtigung ist hier entscheidend. Bei einer leichten Beeinträchtigung kann Hypnose sehr hilfreich sein. Die Ziele wären dann ebenfalls einfach, z. B. Entspannung oder die Reduktion einer spezifischen Angst. Bei einer schweren Beeinträchtigung ist die Methode ungeeignet.

Unklare körperliche Symptome
Grund: Ein Hypnosetherapeut/hypnosystemischer Coach stellt keine medizinischen Diagnosen. Schwerwiegende körperliche Ursachen sollten im Vorfeld zwingend abgeklärt werden. Besteht eine ärztliche Diagnose, kann eine Zusammenarbeit in ärztlicher Begleitung aufgenommen werden.

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