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Kinder / Jugendliche

Im Folgenden sind einige absolute und relative Kontraindikationen aufgeführt.

Für Fragen oder bei Unklarheiten stehe ich Ihnen gerne persönlich unter der

Nummer: 077 458 32 73

oder via E-Mail an info@hsdr.ch zur Verfügung.

 

Absolute Kontraindikationen

Diese Zustände schließen eine Hypnotherapie/hypnosystemisches Coaching mit einem Kind/Jugendlichen kategorisch aus, da sie eine unmittelbare Gefahr für die psychische und körperliche Gesundheit des Kindes darstellen.

 

Psychotische Störungen
Zustände: Kindliche Schizophrenie, akute psychotische Episoden, schwere wahnhafte Störungen. Grund: Die Grenze zwischen Fantasie und Realität ist bei Kindern ohnehin fließender. Bei einer Psychose ist diese Grenze bereits gestört. Hypnose würde die Symptomatik massiv verschlimmern, indem sie die psychotische innere Welt mit der äußeren Realität weiter vermischt und das Kind komplett destabilisieren könnte.

 

Schwere Traumafolgestörungen (PTBS, Komplextrauma)        
Zustand: Missbrauchserfahrungen, schwere Unfälle, Gewalterfahrungen. Grund: Das Risiko einer unkontrollierten Retraumatisierung ist bei Kindern sehr hoch. Ihr Nervensystem kann von wiedererlebten traumatischen Inhalten leicht überflutet werden. Eine unsachgemäße Anwendung kann den Zustand des Kindes stark verschlechtern.

 

Schwere dissoziative Störungen
Zustand: Das Kind zeigt Anzeichen von Depersonalisation, Derealisation oder Amnesien. Grund: Diese Störungen sind oft eine Folge von Traumata. Hypnose kann Dissoziationen verstärken, wenn sie nicht gezielt zur Integration und zur Verbesserung der Körperwahrnehmung eingesetzt wird.

 

Akute Suizidalität
Zustand: Ein Kind oder Jugendlicher äußert konkrete Suizidabsichten oder -pläne. Grund: Wie bei Erwachsenen ist dies ein psychiatrischer Notfall. Die oberste Priorität ist die unmittelbare Sicherung des Lebens.

 

Einfluss von Drogen oder Alkohol (v. a. bei Jugendlichen)
Zustand: Ein Jugendlicher erscheint berauscht zur Sitzung. Grund: Mangelnde Konzentrationsfähigkeit, fehlende Verarbeitungstiefe und die Unfähigkeit, eine informierte Einwilligung zu geben.

 

Relative Kontraindikationen
Hier kann Hypnose ein sehr wirksames Werkzeug sein, aber oft nur als Teil eines umfassenderen Behandlungsplans.

 

Schwerwiegende medizinische Erkrankungen
Zustände: Epilepsie, angeborene Herzfehler, Krebserkrankungen.

Grund: Wie bei Erwachsenen kann eine starke emotionale Entladung den Körper belasten. Eine schriftliche ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung ist absolut unerlässlich. Die Anwendung kann dann oft sehr hilfreich sein.

 

Unklare körperliche Symptome

Grund: Ein Hypnosetherapeut/hypnosystemischer Coach stellt keine medizinischen Diagnosen. Schwerwiegende körperliche Ursachen sollten im Vorfeld zwingend abgeklärt werden. Besteht eine ärztliche Diagnose, kann eine Zusammenarbeit in ärztlicher Begleitung aufgenommen werden.

Fehlender Auftrag des Kindes / Aktiver Widerstand
Zustand: Das Kind wurde von den Eltern „geschickt“, weigert sich aber aktiv, mitzumachen. Es zeigt deutlichen Widerstand, verweigert die Kommunikation oder sagt klar: „Ich will das nicht.“
Grund: Hypnose ist ein kooperativer Prozess. Ein Kind gegen seinen Willen zu behandeln, ist ein massiver Vertrauensbruch und ethisch nicht vertretbar. Es würde die Autonomie des Kindes verletzen. In Inbezugnahme des Familiensystems und der genaueren Eruierung des zugrunde liegenden Themas kann eine Zusammenarbeit jedoch wunderschöne Früchte tragen.

 

Stark instrumentalisierender Wunsch der Eltern („Reparaturauftrag“)
Zustand: Die Eltern wollen, dass das Kind durch Hypnose „repariert“ wird, um ihren Erwartungen zu entsprechen, obwohl das Kind selbst aber keinen Leidensdruck hat.
Grund: Als Therapeut/Coach würde ich zum Erfüllungsgehilfen der Eltern gegen die Interessen und die Autonomie des Kindes. Das Symptom des Kindes (z. B. schlechte Noten) ist hier oft ein Ausdruck einer Störung im Familiensystem. Die Arbeit müsste sich auf das Familiensystem konzentrieren (Elterngespräche, Familientherapie), anstatt das Kind isoliert zu behandeln. Das Ziel muss immer das Wohl des Kindes sein, nicht die Erfüllung der elterlichen Wünsche.

 

Intellektuelle Beeinträchtigung
Grund: Die Fähigkeit, Anweisungen zu verstehen und sich zu konzentrieren, ist für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwingend notwendig. Der Grad der Beeinträchtigung ist hier entscheidend. Bei einer leichten Beeinträchtigung kann Hypnose sehr hilfreich sein. Die Ziele wären dann ebenfalls einfach, z. B. Entspannung oder die Reduktion einer spezifischen Angst. Bei einer schweren Beeinträchtigung ist die Methode ungeeignet.

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